FC Chelsea erhält höchste Geldstrafe der Premier League

FC Chelsea erhält höchste Geldstrafe der Premier League

Der FC Chelsea sieht sich aufgrund von Verstößen aus der Ära Roman Abramowitsch mit der höchsten Geldstrafe in der Geschichte der Premier League konfrontiert. Diese Strafe könnte für den finanziell starken Klub schmerzhaft werden.

In London, wo das Geld am Stamford Bridge bekanntlich fließt, wurde am Montag, den 16. März, bekannt gegeben, dass Chelsea umgerechnet rund 12,5 Millionen Euro zahlen muss. Diese Rekordstrafe resultiert aus „nicht offengelegten Zahlungen von mit dem Verein verbundenen Dritten an Spieler, nicht registrierte Berater und andere“ zwischen 2011 und 2018.

Zusätzlich wurde eine einjährige Transfersperre verhängt, die jedoch auf Bewährung ausgesprochen wurde. Diese greift nur, falls der Klub innerhalb der nächsten zwei Jahre erneut gegen die Regularien verstößt. Im Jugendbereich wird jedoch sofort ein neunmonatiges Transferverbot wirksam, was bedeutet, dass Chelsea ohne frische Talente aus der Premier League oder EFL-Klubs auskommen muss.

Darüber hinaus akzeptierte der Verein eine zusätzliche Geldstrafe von rund 900.000 Euro, die sich auf Regelverstößen bei der Registrierung von Jugendspielern zwischen 2019 und 2022 bezieht. Dieser Betrag ist bereits in der Gesamtsumme von 12,5 Millionen Euro enthalten.

Der Grund, warum die Strafen nicht noch höher ausfielen, liegt in der Rolle der neuen Eigentümer. Die Unregelmäßigkeiten wurden erst bekannt, nachdem das Konsortium um Todd Boehly die Vorgänge nach der Übernahme im Jahr 2022 selbst offengelegt hatte. Liga-Vertreter betonten, dass Chelseas „proaktive Selbstanzeige, das Eingeständnis des Verstoßes und die außergewöhnliche Kooperation“ zu einer Milderung des Strafmaßes führten. Trotz der historischen Strafe können die Blues somit von Glück im Unglück sprechen.

In einer offiziellen Erklärung bestätigte der Chelsea Football Club, dass eine Einigung mit der Premier League bezüglich historischer regulatorischer Angelegenheiten erzielt wurde, die im Jahr 2022 selbst gemeldet wurden. Der Verein hat freiwillig und proaktiv alle zuständigen Aufsichtsbehörden über potenzielle historische Regelverstöße informiert, einschließlich unvollständiger Finanzberichterstattung, die vor über einem Jahrzehnt stattfand.

Trotz der hohen Geldstrafe und der empfindlichen Einschnitte im Nachwuchsbereich hat Chelsea somit noch einmal Glück gehabt. Für die anderen Klubs in der Premier League sendet das Urteil jedoch ein bedeutendes Signal: Historische Verstöße, selbst wenn sie mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen, können drastische Folgen haben. Besonders Manchester City dürfte bei der Urteilsverkündung genauestens zugehört haben.

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