FIFA WM: Preisanstieg und skurrile Sparmaßnahmen für Reporter

FIFA WM: Preisanstieg und skurrile Sparmaßnahmen für Reporter

Das Turnier der Gegensätze: Auf der einen Seite die Superlative, auf der anderen Seite ein bizarrer Sparzwang, der sich mittlerweile zu einem Running Gag entwickelt hat.

Dallas – Die Preisgestaltung der FIFA ist so exorbitant, dass selbst ein Sandwich am Flughafen oder Snacks aus der Hotel-Minibar im Vergleich dazu günstig erscheinen. Für die meisten Fans ist es heutzutage kaum noch möglich, ein WM-Spiel zu besuchen, es sei denn, sie haben spontan im Lotto gewonnen oder unerwartet geerbt.

Die Ticketpreise liegen bei mehreren Hundert bis hin zu Tausenden Euro, zuzüglich der Kosten für Hotelübernachtungen und Flüge. Selbst die Parkplätze vor dem Stadion kosten bis zu 200 Dollar. Was viele dabei übersehen: Auch wir Reporter müssen dafür zahlen. Zwar ist das nicht zu vergleichen mit den echten Problemen der Fans, es ist jedoch trotzdem ärgerlich.

Früher gab es in den Pressebereichen noch richtiges Essen oder zumindest einige kostenlose Snacks. Bei dieser WM kostet selbst ein typischer Tankstellen-Wrap 15 Dollar. Immerhin gibt es noch eine Sache kostenlos: Wasser und schwarzen Kaffee, der traditionell so heiß serviert wird, dass man sich daran die Zunge verbrennt. Dennoch lassen wir uns nicht davon abhalten, so viel wie möglich davon mit auf die Tribüne zu nehmen.

So hat sich der Witz etabliert, das „Infantino-Menü“ zu bestellen. Auf meinem Laptop sehen Sie ein perfektes Beispiel davon während des Halbfinales zwischen Spanien und Frankreich (der Ticker zum Nachlesen). Der Kaffee schmeckt zwar nicht besonders gut, aber wie das Sprichwort sagt: Ein geschenkter Gaul schaut man nicht ins Maul … und man nimmt, was man kriegen kann.

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