Historisches Duell um den Abstieg des VfB Stuttgart
Ein denkwürdiges Duell um den Abstieg ist in die Geschichte des VfB Stuttgart eingegangen. Die Partie am 14. Mai, als der VfB Stuttgart im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln antreten musste, war von großer Bedeutung für die Zukunft des Vereins.
Die Sorge um einen erneuten Abstieg trieb die Fans um, während gleichzeitig die Hoffnung bestand, dass die Mannschaft die drohende Relegation abwenden könnte. Es war einer dieser besonderen Fußballtage, an denen eine spürbare Atmosphäre in der Luft lag, die sich Fans oft im Nachhinein als etwas Außergewöhnliches zusammenreimen.
Der Verlauf dieses Spieltags hatte jedoch etwas Schicksalhaftes. Zunächst brachte Sasa Kalajdzic die Stuttgarter in der 12. Minute in Führung, bevor Anthony Modeste in der 59. Minute den Ausgleich erzielte und die Stimmung im einstigen Neckarstadion zunächst dämpfte. Erst Erling Haaland, der im Parallelspiel den Ausgleich für den BVB gegen Hertha BSC erzielte, brachte die Hoffnung zurück.
Die endgültige Hoffnung kehrte zurück, als Youssoufa Moukoko den BVB in Führung brachte. Dass die Zukunft des VfB an diesem Tag auch vom Ausgang eines anderen Spiels abhing, sorgte dafür, dass dieser Tag in die Vereinsgeschichte einging. Die Dynamik, dass die leidenden Fans durch das Ergebnis aus Dortmund neue Hoffnung schöpften und diese euphorisch auf das Spielfeld trugen, war überwältigend.
Von der Tribüne aus herrschte ein drückendes Gefühl, als ob die Kraft der Stuttgarter Anhängerschaft direkt auf die Spieler überging. Ein diffuses Gefühl der Sicherheit mischte sich mit der Hoffnung, als wäre es unmöglich, dass dieser Tag nicht gut enden könnte. Und so kam es, wie es kommen musste.
„Das komplette Fleisch liegt auf dem Grill“, kündigte Kommentator Wolff-Christoph Fuss die entscheidende Ecke an, und Wataru Endo drückte per Kopf die Kugel zum 2:1 in die Maschen. Der VfB war gerettet. Es folgte ein Platzsturm, begleitet von den euphorischen Jubelsprüngen des damaligen Trainers Pellegrino Matarazzo sowie des ehemaligen Sportdirektors Sven Mislintat.
Die Intensität dieser Emotionen verdeutlichte VfB-Legende Hansi Müller später. Der einstige Stuttgarter Profi, der mit Deutschland Europameister wurde und mit dem VfB zumindest einen Aufstieg feierte, sagte: „Den Geräuschpegel nach dem 2:1 habe ich als Spieler und als Fußballer nie erlebt.“