João Palhinha vor Abgang vom FC Bayern München
João Palhinha hat keine Zukunft beim FC Bayern München und steht vor einem Vereinswechsel. Bisher hat jedoch kein Klub offiziell Interesse an dem Spieler gezeigt.
München – Der FC Bayern München könnte in diesem Transfer-Sommer vor einem großen Missverständnis stehen: João Palhinha. Der portugiesische Nationalspieler wurde 2024 für rund 51 Millionen Euro vom FC Fulham verpflichtet, konnte sich jedoch in München nie als Stammspieler etablieren und bestritt lediglich 25 Pflichtspiele, bevor er im Sommer 2025 an Tottenham Hotspur verliehen wurde.
Obwohl der 31-Jährige bei den Spurs durchaus gute Leistungen zeigte, entschieden sich die Londoner nach Ablauf der Leihe gegen die Aktivierung der vereinbarten Kaufoption über 30 Millionen Euro. Somit kehrte Palhinha zunächst zum FC Bayern zurück, wo er unter Trainer Vincent Kompany sportlich keine Rolle mehr spielt.
Sein Vertrag an der Säbener Straße läuft noch bis 2028. Allerdings arbeiten die Münchner Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl seit Wochen intensiv daran, den defensiven Mittelfeldspieler noch in diesem Sommer zu verkaufen, um dringend benötigte Transfererlöse zu generieren, insbesondere nach den Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown. Das Problem: Ein schneller Abgang ist trotz mehrerer Interessenten bislang nicht in Sicht.
Zu den potenziellen Kandidaten gehörten zuletzt unter anderem Aston Villa, Benfica Lissabon und Sporting Lissabon. Allerdings scheiterten erste Gespräche mit den beiden portugiesischen Klubs an den finanziellen Forderungen der Bayern, während Sporting mittlerweile mit Sergi Altimira eine deutlich günstigere Alternative für rund 18 Millionen Euro verpflichtet hat. Laut Berichten könnte der FC Bayern bei den Ablöseverhandlungen ein Risiko eingegangen sein, da man offenbar darauf spekulierte, dass ein Klub die vollen 30 Millionen Euro zahlen würde.
Sollte sich bis zum Ende des Transferfensters kein Käufer finden, müsste der FC Bayern nicht nur auf dringend benötigte Ablöseeinnahmen verzichten, sondern auch Palhinas hohes Gehalt ein weiteres Jahr auf der Lohnliste tragen. Dies stellt ein finanzielles Risiko in Millionenhöhe dar, das die Vereinsführung unbedingt vermeiden möchte.