Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer: Verhandlungen stehen an

Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer: Verhandlungen stehen an

Jürgen Klopp könnte der nächste Bundestrainer werden – das steht fest. Bis zur offiziellen Bekanntgabe liegt jedoch noch ein weiter Weg vor uns, wie Christoph Kramer betont.

In Mainz ist die Euphorie groß, doch der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern: Jürgen Klopp wird als potenzieller neuer Bundestrainer gehandelt. DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke äußerte sich optimistisch und strebt an, die Verhandlungen mit dem Favoriten innerhalb der nächsten vier Wochen abzuschließen. Dennoch mahnt er zur Geduld, da hinter den Kulissen zahlreiche Herausforderungen bestehen, die über einfache Gehaltsverhandlungen hinausgehen.

Watzke bestätigte in einem ZDF-Interview, dass die entscheidenden Gespräche „zeitnah“ – voraussichtlich noch während der WM in den USA – stattfinden sollen. Er schätzte die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf „über 50 Prozent“. Gleichzeitig räumte er jedoch ein: „Es gibt mehrere Hürden. Eine der wesentlichen ist, dass Jürgen einen Vertrag hat.“ Klopp ist bis 2029 als globaler Fußballchef bei Red Bull angestellt.

Zusätzlich zur Vertragsfrage mit Red Bull lenkte Christoph Kramer im ZDF die Aufmerksamkeit auf eine weitere, bisher wenig beachtete Dimension: Sponsorenverträge. Klopp ist Markenbotschafter für Opel und Adidas, während der DFB von VW und ab 2027 auch von Nike gesponsert wird. Eine pikante Konstellation, die Kramer mit einem trockenen Gedankenspiel zusammenfasste.

„Wenn ich jetzt der CEO von Adidas wäre, würde ich alles versuchen, den Bundestrainer in Adidas-Schuhen zu halten, während alle Nike tragen – und ich würde mir ins Fäustchen lachen“, bemerkte Kramer. Er fügte hinzu: „Hier gibt es viele Hürden, die der DFB und Jürgen Klopp nicht in der Hand haben.“

Auch Per Mertesacker stimmte seinem Kollegen zu. „Ich glaube, da muss noch einiges aufgedröselt werden“, erklärte der Weltmeister von Rio. Daher sind sich beide sicher, dass die Verhandlungen Zeit benötigen, obwohl viele bereits dachten: „Nächste Woche steht das Ding.“ Mertesacker selbst könnte übrigens vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Fakt ist jedoch: Der Wille zur Zusammenarbeit ist auf beiden Seiten vorhanden. Daher ist sich Kramer sicher: „Am Ende des Tages wird es in vier Wochen passieren.“ Zunächst müssen jedoch noch einige Fragen geklärt werden.

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