Kimmich betont Bedeutung der Länderspiele für die WM-Vorbereitung
Der Star des FC Bayern München gehört zum festen Stamm der deutschen Nationalmannschaft und möchte mit vollem Einsatz in die bevorstehende Länderspielpause gehen.
München – Die Länderspielpause im März ist angekommen. Die deutsche Nationalmannschaft testet ein letztes Mal das Personal für die im Sommer anstehende Weltmeisterschaft. Unter der Leitung von Bundestrainer Julian Nagelsmann trifft das DFB-Team am 27. März auf die Schweiz und drei Tage später auf Ghana. „Wir wollen Dinge festigen, um auf verschiedene Herausforderungen, die bei einem Turnier auftreten können, vorbereitet zu sein“, erklärte der DFB-Coach auf der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag.
Bayern-Star Joshua Kimmich betont die Wichtigkeit der kommenden Testspiele für die DFB-Auswahl: „In der aktuellen Situation sind sie von großer Bedeutung“, sagte er gegenüber SWR Sport. „Die letzten Länderspiele waren nicht durchweg positiv, daher tut uns jedes Spiel gut“, fügte der DFB-Kapitän hinzu.
Kimmich ist sich bewusst, dass die Mannschaft durch mehr Spiele enger zusammenwächst: „Deshalb ist es wichtig, dass wir alle an Bord sind; jede Absage ist bitter“, gesteht er. Leider gibt es bereits erste Absagen: Kimmichs Mittelfeldkollege bei Bayern, Aleksandar Pavlović, bleibt aufgrund von Hüftbeugenschmerzen in München, und auch Dortmunds Felix Nmecha fällt wegen einer Knieverletzung aus.
Trotz der Abwesenheiten fordert Kimmich von den verbleibenden DFB-Stars vollen Fokus auf die beiden Testspiele: „Die Länderspiele im März liegen vor einer entscheidenden Phase der Saison, sodass sich möglicherweise der ein oder andere denkt: ‚Komm, ich lasse mal ein Spiel aus!‘ Das darf bei uns nicht der Fall sein“, so der Kapitän. „Es kann nicht sein, dass jemand keine Lust hat, für die Nationalmannschaft zu spielen.“
Denn es sei „etwas ganz Besonderes, für Deutschland zu spielen“, betont Kimmich weiter. „Deshalb müssen wir alle hinfahren und motiviert sein! Wir müssen darauf brennen, uns als Team weiterzuentwickeln, um bei der WM eine Rolle spielen zu können.“ Kimmich möchte ein weiteres WM-Debakel wie 2022 oder 2018 nicht mitverantworten.
„Mit der Nationalmannschaft hatten wir viele Turniere, die nicht gut liefen. Ich bin 2016 dazugekommen – da haben wir eine hervorragende EM gespielt und ein Jahr später den Confed Cup gewonnen. Danach war es ehrlich gesagt sehr mager“, erinnert sich der mittlerweile 31-Jährige. „Gerade bei einer WM habe ich noch nie die K.o.-Phase erreicht.“ Diese Bilanz möchte der Bayern-Star im kommenden Sommer aufbessern.
Bei der Europameisterschaft 2024 im eigenen Land haben Kimmich und seine Mitspieler jedoch nach Jahren des Misserfolgs neue Hoffnung geschöpft. „Die letzte EM vor zwei Jahren in Deutschland war in Ordnung, aber wir sind im Viertelfinale ausgeschieden. Daher gibt es mit dem DFB-Team noch sehr große Ziele - wobei wir natürlich wissen, dass alles sehr gut laufen muss, wenn wir angreifen wollen“, fasst Kimmich zusammen.