Kritik am deutschen Fußball: Sammer und Kimmich äußern sich

Kritik am deutschen Fußball: Sammer und Kimmich äußern sich

München – Matthias Sammer gehört zu den Experten, die kürzlich den deutschen Fußball scharf kritisiert haben. Auch Mirko Slomka schloss sich dieser Meinung an. Die Hauptkritikpunkte sind die mangelnde Konstanz der Nationalmannschaft sowie die Probleme in der Ausbildung junger Talente.

Sammer bemängelte, dass der Nationalmannschaft ein klarer Plan fehle und dass es an Konstanz mangele. Der Weg zur EM im eigenen Land sei vielversprechend gewesen, ebenso die EM selbst, doch danach habe es zu viele Rückschläge gegeben und die Leistungen seien weniger stringent gewesen, so Sammer. In einem Interview mit der Welt am Sonntag äußerte Joshua Kimmich seine Gedanken zu den aktuellen Problemen im DFB-Team und zur Kritik von Sammer.

„Ich fand, dass unsere Stärke direkt vor und nach der EM darin lag, dass wir als Mannschaft sehr gut funktioniert haben. Wir haben nicht immer konstant gut gespielt, aber wir waren stabil. Das lag nicht nur am Fundament, sondern auch an der Art und Weise, wie wir gemeinsam auf dem Platz aufgetreten sind“, erklärte der Mannschaftskapitän im Interview.

Kimmich stimmte Sammer insofern zu, als dass die letzten Spiele alles andere als perfekt gewesen seien. „Dieses Niveau haben wir zuletzt nicht mehr erreicht. Aber ehrlich gesagt hatten wir vor und nach der EM mit Leverkusen, Frankfurt und auch Bayern Mannschaften, bei denen viele Spieler in Form waren und sich für die Nationalmannschaft empfohlen haben. Solche Mannschaften brauchen wir“, fügte Kimmich hinzu.

Was er damit meint? „Das klingt als Spieler des FC Bayern vielleicht etwas merkwürdig. Ich drücke zum Beispiel Frankfurt oder Dortmund oft die Daumen, wenn sie spielen. Für uns als Nationalmannschaft ist es wichtig, dass sie Leistung bringen, denn sie haben einige Spieler, die potenzielle Kandidaten für uns sind. Wir Bayern-Spieler sind gerade in einer sehr guten Form, und auch Dortmund wirkt derzeit sehr stabil.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus)

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