Kimmich und Raum: Freundschaft und Teamgeist im DFB
Joshua Kimmich ist als Kapitän der Nationalmannschaft einer der Schlüsselspieler unter Bundestrainer Julian Nagelsmann. Sein Mitspieler David Raum zeigt sich begeistert von ihm.
Leipzig – Die beiden Nationalmannschaftskollegen Kimmich und Raum verstehen sich nicht nur auf dem Platz hervorragend, sondern sind auch abseits des Rasens gut befreundet. Gemeinsam mit Robert Andrich von Bayer Leverkusen bildeten sie während der Heim-EM 2024 ein Trio, das sich zwischen den Spielen im deutschen Quartier zahlreiche kreative Aktivitäten einfallen ließ.
Egal ob beim Bäume-Pflanzen oder bei der liebevollen Pflege des Kanarienvogels „Ringo“ als Team-Maskottchen – die drei sind stets bemüht, für gute Stimmung und ein starkes Mannschaftsgefühl zu sorgen. „Während eines Turniers verbringen wir Spieler viel Zeit zusammen. Das wird auch bei der WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko der Fall sein. Wenn man besondere Momente schafft, kann das die Verbindung stärken“, erklärte Raum in einem Interview mit dem Stern.
„Ich war zunächst enger mit David Raum bei der Nationalelf verbunden“, gestand Andrich bereits im vergangenen Jahr. „Joshua kam dann dazu. Diese Freundschaft hat sich nach den ersten Lehrgängen beim DFB weiterentwickelt“, so der Mittelfeldspieler. Es besteht sogar eine eigene WhatsApp-Gruppe der drei Freunde.
„Wie Joshua in unsere Gruppe kam, kann ich nicht mehr genau sagen“, räumt Raum ein. „Er ist ein positiv verrückter Typ, genau wie Robert und ich. Mittlerweile ist zwischen uns dreien eine enge, freundschaftliche Bindung entstanden“, fügte der DFB-Verteidiger hinzu und schwärmte: „Ich bin beeindruckt, wie Joshua seine Rolle als Ehemann und Vater von vier Kindern erfüllt und gleichzeitig als Anführer auf dem Platz agiert. Er ist der DFB-Kapitän und ein Vorbild für mich.“
Raum und Kimmich gelten als das favorisierte Außenverteidiger-Duo für die bevorstehende Weltmeisterschaft. Diese Position wurde im DFB lange als Schwachstelle angesehen, doch Raum sieht das anders: „Früher mag das vielleicht der Fall gewesen sein. Heute haben wir ein Luxusproblem mit vielen großartigen Spielern für diese Positionen.“
Dass Kimmich beim DFB nicht wie beim FC Bayern im Mittelfeld, sondern als Rechtsverteidiger spielt, ist für den Leipziger vollkommen nachvollziehbar: „Für mich ist es nicht so, dass Joshua auf der rechten Seite nur aushilft. Das ist eine der beiden Positionen, die er gelernt hat. Er bringt auf rechts ebenso seine Stärken ein, auch offensiv.“
Die beiden werden Ende des Monats in der kommenden Länderspielpause gegen die Schweiz und Ghana im DFB-Dress zu sehen sein. Buddy Robert Andrich hingegen könnte es schwer haben, in den Kader zu kommen. Die Nominierung wird Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits am heutigen Donnerstagnachmittag um 14 Uhr bekanntgeben.