Kritik an umstrittenen WM-Gastgebern und die Zukunft der FIFA
Russland, Katar, die USA – und bald auch Saudi-Arabien. Die Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaften stehen zunehmend in der Kritik. Ein Experte sieht darin ein systematisches Problem und warnt, dass dieses Turnier die FIFA möglicherweise „vernichten“ könnte.
Die Aufmerksamkeit der Fußballwelt richtet sich auf Nordamerika, wo die WM in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Doch auch das übernächste Turnier wirft bereits seine Schatten voraus: 2034 wird die WM in Saudi-Arabien ausgetragen. Es ist noch unklar, ob das Turnier wie gewohnt im Sommer oder, ähnlich wie 2022 in Katar, im Winter stattfinden wird. „Wir müssen einfach offen dafür sein“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino, der seit 2016 im Amt ist. Unter seiner Führung fanden die Turniere in Russland, Katar und nun in Nordamerika statt. Der britische Journalist James Montague bemerkt dazu: „Infantino ist der perfekte Handlanger der Autokraten.“
Es ist kein Zufall, dass Saudi-Arabien als nächster umstrittener WM-Gastgeber im Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit steht. In seinem aktuellen Buch „Sport. Macht. Milliarden“ beleuchtet Montague den Aufstieg Saudi-Arabiens. In einem Interview mit unserer Redaktion erklärt er, welche Rolle der Sport dabei spielt und warum die bevorstehende WM die FIFA möglicherweise „vernichten“ könnte.