Lars Hopp wird Nationaltrainer von Vanuatu

Lars Hopp wird Nationaltrainer von Vanuatu

Ein Fußballtrainer hat weit entfernt von seiner Heimat eine neue Herausforderung angenommen: In Doppelfunktion wird er Nationaltrainer eines Inselstaates.

Port Vila – Für den 49-jährigen Lars Hopp beginnt das Abenteuer seines Lebens 15.500 Kilometer von seiner Heimat entfernt. Ähnlich wie einst Jürgen Klinsmann in den USA, Winfried Schäfer in Kamerun oder Christoph Daum, wird der Fußballtrainer nun als Entwicklungshelfer im Fußball tätig und erfüllt sich einen Traum: Er wird Nationaltrainer in einem Land, das nahezu so viele Einwohner hat wie seine Geburtsstadt Kiel.

Mit 328.000 Einwohnern, die sich auf 83 Inseln (von denen 67 bewohnt sind) im Südpazifik verteilen, ist Vanuatu vor allem für seine Korallenriffe bekannt. Hopp wird in seiner Doppelfunktion nicht nur die Nationalmannschaft betreuen, sondern auch als Trainer von Vanuatu United FC fungieren, der im kommenden Jahr erstmals an der neu eingeführten OFC Professional League teilnehmen wird.

Für den Fußballlehrer ist dies nicht der erste Aufenthalt in einem Land, das als Fußballexot gilt. Bereits zehn Jahre lang arbeitete der ehemalige Co-Trainer des FC St. Pauli II und des VfB Lübeck in verschiedenen Positionen beim Fußballverband Estlands und war zuletzt als FIFA-Talenttrainer in Usbekistan tätig. Nun steht er vor der Aufgabe, im Südpazifik Aufbauarbeit zu leisten – nicht überraschend ist Hopp der erste deutsche Trainer in Vanuatu.

„Mit über 20 Jahren Erfahrung im Trainerwesen und in Führungspositionen – darunter mehr als 100 internationale Spiele auf Jugend- und Profi-Niveau – bringt er umfassende Expertise in beide Teams ein“, erklärte die Vanuatu Football Federation (VFF) in ihrem Statement zur Verpflichtung des Weltenbummlers.

Die Ziele für Hopp sind klar umrissen. Der Deutsch-Norweger soll die Mannschaften leiten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die Spielerentwicklung auf nationaler sowie internationaler Ebene zu fördern. Die Herausforderung ist erheblich, denn der Verband belegt derzeit Platz 161 in der FIFA-Weltrangliste. Dennoch startet der 49-Jährige voller Vorfreude und Zuversicht in seine neue Rolle im Südpazifik.

„Hoffentlich können wir den Fußball in Vanuatu gemeinsam auf ein höheres Niveau bringen. Was ich bisher gesehen habe, lässt mich auf großes Potenzial schließen, aber es gibt auch viel Arbeit zu tun“, äußerte sich Hopp optimistisch. „Dafür benötigen wir die Unterstützung aller Beteiligten, und ein Teil meiner Aufgabe wird es sein, sicherzustellen, dass jeder, der helfen möchte, seinen Beitrag leisten kann.“ (mw)

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