Luis Enrique und Albert Riera: Ein Blick auf den Champions-League-Sieg von PSG

Luis Enrique und Albert Riera: Ein Blick auf den Champions-League-Sieg von PSG

Frankfurt/Budapest – Hat Luis Enrique den Titel des besten Trainers der Welt verdient? Am Samstagabend strahlte der Chefcoach von Paris Saint-Germain, als seine Mannschaft im Elfmeterschießen gegen Arsenal den Titel in der Champions League verteidigte. Enrique, der als Meister des Erfolgs gilt, hat es geschafft, herausragende Einzelspieler zu einer nahezu unschlagbaren Mannschaft zu formen. Auch sein Landsmann Albert Riera, ehemaliger Trainer von Eintracht Frankfurt, bemerkte dies.

Riera war weniger als vier Monate als Trainer der Eintracht tätig. Als Hoffnungsträger gekommen, stieß er schnell auf Widerstand und sorgte durch Beschimpfungen gegenüber Journalisten für Aufregung. Schließlich zog Sportvorstand Markus Krösche die Reißleine und entließ den umstrittenen Trainer nach Saisonende. Ob Riera mit dieser Entscheidung einverstanden war, bleibt unklar, doch sein neuester Instagram-Beitrag wirft Fragen auf.

In einer Instagram-Story postete Riera ein Foto von Luis Enrique, der gemeinsam mit Nasser Al-Khelaifi, dem PSG-Präsidenten, den Sieg über Arsenal feiert. Dazu schrieb er: „Al-Khelaifi verbrachte Jahre damit, ein PSG voller Stars, Egos und großer Namen zusammenzustellen. Doch er erkannte zu spät, dass ohne die Autorität des Trainers kein erfolgreiches Projekt möglich ist.“

Er fügte hinzu: „Erstmals übertrug er Luis Enrique die volle Kontrolle. Er ließ ihn entscheiden, Spieler auswechseln, Stars rotieren und ein Team über individuelle Namen stellen. Das Resultat: Zweimal Champions-League-Sieger in Folge.“ Dies könnte als Anspielung darauf interpretiert werden, dass er bei Eintracht Frankfurt nicht die gewünschte Autorität ausüben konnte.

„Die Spieler sind die Protagonisten auf dem Platz – sie zeigen ihr Talent, stellen ihre individuelle Qualität in den Dienst der Mannschaft, erzielen Tore, geben Vorlagen, kämpfen, führen Zweikämpfe, helfen einander und respektieren ihre Mitspieler“, so Riera weiter. Er schloss sein Plädoyer mit den Worten: „Fakt. Kein Zufall.“

Die Art und Weise, wie Riera agierte, fand in Frankfurt nicht viele Anhänger, und auch die Bundesliga-Legende Mario Basler kritisierte ihn nach seiner Entlassung. Der 44-Jährige scheint jedoch nicht gewillt zu sein, sich zu ändern. Im Champions-League-Triumph von PSG sieht er vor allem die Autorität von Trainer Luis Enrique, etwas, das er gerne langfristig bei der Eintracht hätte zeigen wollen. Nun versucht Adi Hütter sein Glück.

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