Mario Götze und Eintracht Frankfurt: Ein Blick auf die Saisonendphase

Mario Götze und Eintracht Frankfurt: Ein Blick auf die Saisonendphase

Mario Götze, der Star von Eintracht Frankfurt, spielt unter Trainer Albert Riera derzeit eine untergeordnete Rolle. Dennoch könnte der 33-Jährige in der entscheidenden Phase der Saison eine wichtige Funktion übernehmen.

Frankfurt – Die erfreuliche Nachricht vorweg: Eintracht Frankfurt hat vor den letzten drei Spieltagen der Bundesliga die Chance, doch noch einen Platz im internationalen Geschäft zu erreichen. Durch das hart erkämpfte 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg hat die SGE dank des besseren Torverhältnisses den SC Freiburg überholt und steht nun auf dem siebten Platz, punktgleich mit 43 Zählern. Freiburg hingegen musste einen herben Rückschlag im Kampf um Europa hinnehmen und verlor in Dortmund mit 0:4.

Dies geschah nur wenige Tage nach dem bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart. Übrigens: Durch den Sieg der Schwaben und den damit verbundenen Einzug ins Finale steht fest, dass der siebte Tabellenplatz tatsächlich ausreichen wird, um in der nächsten Saison international zu spielen. Die beiden Finalisten, Stuttgart und der FC Bayern, sind bereits sicher für das internationale Geschäft qualifiziert.

Das Duell mit Freiburg um den begehrten siebten Rang wird aus Frankfurter Sicht jedoch ein Drahtseilakt. Dies liegt besonders an der derzeit durchwachsenen Form und den schwachen Leistungen der Frankfurter unter Albert Riera. Die Adler konnten nur eines der letzten fünf Bundesligaspiele gewinnen (2:1 gegen Wolfsburg) und stagnieren.

Personell zeigte der Spanier auch gegen den FCA großen Mut, indem er mit Jonathan Burkardt, Arthur Theate, Younes Ebnoutalib, Rasmus Kristensen, Fares Chaibi, Ritsu Doan, Ansgar Knauff und Mario Götze gleich mehrere Leistungsträger zunächst auf der Bank ließ. Dieser Mut wurde durch das enttäuschende 1:1 nicht belohnt. Immer häufiger stellt sich die Frage, warum etablierte Spieler wie Götze unter dem Trainer Riera nicht mehr zum Einsatz kommen.

In drei der ersten vier Ligaspiele unter Riera stand der Weltmeister von 2014 in der Startelf. Danach folgte jedoch nur ein kurzer Einsatz als Joker. Statistiken zeigen jedoch, dass Götze Frankfurt im Saisonendspurt durchaus helfen könnte, um den siebten Platz zu sichern – und das sogar mit Blick auf die Defensive.

Obwohl seine Zweikampfquote mit 29 Prozent (der niedrigste Wert seit Rieras Amtsübernahme) nicht beeindruckt, erzielt er pro 90 Minuten die meisten Ballgewinne (4,03) und Ballgewinne im Angriffsdrittel (0,67) im Team. Nur Can Uzun (1,38) und Ritsu Doan (0,96) sind in dieser Kategorie besser. Zugegeben: Götzes Torgefahr (0,04 xG pro 90) war in der Vergangenheit größer. Dennoch spielt er nach wie vor viele Pässe pro Spiel (60,11) und liegt bei den Schussvorlagen (1,68) und den erwarteten Assists (0,31) nur knapp hinter Chaibi (2,07 und 0,33).

Götze hat nicht nur ein Auge für die Offensive, sondern verzeichnet in dieser Saison sogar mehr Defensivaktionen und mehr Ballgewinne im Angriffsdrittel pro 90 Minuten als in seinen ersten drei Saisons bei der SGE. Gerade mit seinen Fähigkeiten im Angriffspressing könnte er in den letzten drei Partien gegen den HSV, BVB und Stuttgart von großem Nutzen sein. Denn alle drei kommenden Gegner haben ligaweit überdurchschnittlich viele Gegentore nach hohen Ballgewinnen kassiert (HSV 5, BVB und Stuttgart je 6 bei einem Ligaschnitt von 4). Jetzt muss Riera nur noch den Mut aufbringen, Götze Spielzeit zu geben.

Datenquelle: Sportdatenanbieter Opta

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