Martin Demichelis als möglicher neuer Trainer von RB Leipzig im Gespräch
Bei RB Leipzig könnte ein Trainerwechsel bevorstehen. Ein möglicher Kandidat für die Nachfolge ist Martín Demichelis.
München – Martín Demichelis, einst ein gefeierter Innenverteidiger beim FC Bayern München, wird als neuer Cheftrainer von RB Leipzig gehandelt. Dies berichten übereinstimmend mehrere spanische Medien, darunter Radio Marca Baleares und La Ultima Hora, sowie das argentinische Portal BolaVIP. Berichten zufolge soll RB Leipzig bereits Einigung mit dem 45-Jährigen erzielt haben.
Die Situation um Demichelis ist jedoch kurios: Erst vor wenigen Wochen verlängerte er seinen Vertrag beim spanischen Erstligisten RCD Mallorca bis 2028. Sein Vertrag soll jedoch eine Ausstiegsklausel enthalten, die ihm einen Wechsel nach Leipzig ermöglicht. Noch bemerkenswerter ist, dass der Klub Mallorca offenbar erst durch die Aussage eines „Marca“-Reporters in einer Radiosendung von der bereits getroffenen Entscheidung seines Trainers erfahren hat.
Demichelis trainiert die Balearen erst seit Ende Februar 2026, konnte jedoch den Abstieg aus der La Liga nicht verhindern. RB Leipzig sucht nach einem neuen Trainer, da die Situation um den aktuellen Coach Ole Werner zunehmend angespannt ist. Laut Sky hat sich der Vorstand der Sachsen für die Entlassung des 38-Jährigen ausgesprochen.
Bereits im vergangenen Winter stand Werner kurz vor dem Aus. Trotz einer soliden Bilanz – in seiner ersten Saison führte er RB Leipzig auf den dritten Tabellenplatz und damit erneut in die Champions League, mit 65 Punkten nur zwei Zähler unter dem Klubrekord – gab es intern erhebliche Zweifel an seiner Position.
Für Demichelis wäre eine Verpflichtung eine spektakuläre Rückkehr in die Bundesliga. Zwischen 2006 und 2011 war er Spieler beim FC Bayern und feierte dort vier deutsche Meistertitel sowie den Triumph im DFB-Pokal. Offiziell bestätigt ist bislang jedoch nichts. RB-Sportchef Marcel Schäfer soll sich sogar für eine Vertragsverlängerung mit Ole Werner eingesetzt haben. Weitere Gespräche waren für Ende nächster Woche geplant, doch die Dynamik der Ereignisse könnte diese Pläne überholt haben.