Neue Zehn-Sekunden-Regel bei der WM 2026
Bei der WM 2026 wird erstmals die neue Zehn-Sekunden-Regel eingeführt, die einige Mannschaften vor besondere Herausforderungen stellen könnte.
New Jersey – Der Fußball, wie wir ihn bei der kommenden WM erleben werden, wird sich grundlegend verändern. Diese Regelung markiert die größte Revolution im Fußball seit Jahrzehnten. Vergessen Sie die in den 90er-Jahren eingeführte Torwartregel sowie die aktuellen Abseits- und Handspielentscheidungen – nun steht eine tiefgreifende Änderung bevor: Ein Spielerwechsel muss innerhalb von zehn Sekunden vollzogen werden. Dies wurde bereits beim deutschen Testspiel gegen Finnland deutlich: Die Uhr läuft.
Was das für die Spieler bedeutet, ist klar: Der quälend langsame Gang von Spielern der führenden Mannschaft, wenn sie vom Trainer ausgewechselt werden, gehört der Vergangenheit an. Anstatt sich träge vom Feld zu schleppen, müssen sie schnell und entschlossen das Spielfeld verlassen. Rückblickend erscheint das langsame Schlendern von Franz Beckenbauer während der WM in Rom wie ein Powerwalk.
Ein leichtes Joggen auf den letzten Metern zur Seitenlinie wird kaum noch möglich sein. Diese Regeländerung könnte auch die psychologische Komponente des Spiels beeinflussen, die oft durch den Applaus der Zuschauer für den ausgewechselten Spieler geprägt war. Solche Momente der Interaktion zwischen Publikum und Spieler werden seltener werden.
Zukünftig müssen alle ausgewechselten Spieler das Feld verlassen, als gehörten sie zu dem Team, das zurückliegt und frische Kräfte benötigt. Zehn Sekunden sind eine Herausforderung, die je nach Standort des Spielers variieren kann. Der Fußball wird lernen müssen, das Auswechseln zu trainieren, ähnlich wie Triathleten den Wechsel von Schwimm- zu Laufanzug üben. Bald werden die ersten Trainerstellen speziell für das Wechseln ausgeschrieben.