Rasenqualität bei der WM in den USA sorgt für Diskussionen

Rasenqualität bei der WM in den USA sorgt für Diskussionen

Die Rasenqualität könnte während dieser Fußball-Weltmeisterschaft ein zentrales Thema werden. Der ehemalige Weltmeister Mats Hummels hat dazu eine deutliche Meinung geäußert.

New York – Die ersten vier Spiele der Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA sind bereits absolviert. Die USA setzten mit ihrem beeindruckenden Auftritt gegen Paraguay ein erstes sportliches Zeichen. Am Sonntag wird dann die deutsche Mannschaft in das Turnier starten, wenn sie um 19 Uhr (alle TV-Infos finden Sie hier) gegen Curacao spielt. In den kommenden Tagen könnte jedoch ein anderes Thema in den Vordergrund rücken: der Rasen.

In den USA wird überwiegend auf Kunstrasen gespielt, was in Europa auf höchstem Niveau selten der Fall ist. Dies führt bei Mats Hummels zu Frustration. „Es gibt hier viele Kunstrasenplätze. Das ist einfach nicht akzeptabel. Selbst bei einer Hybridlösung während einer WM. Bei einer Weltmeisterschaft sollte es echten Rasen geben“, kritisierte der Ex-Weltmeister in seiner Rolle als Experte bei Magenta TV. Die FIFA hat zwar angeordnet, dass in den Stadien während der WM kein Kunstrasen verwendet werden darf, jedoch wird in einigen Arenen eine Hybridvariante eingesetzt.

Hummels fügte hinzu: „Ich kann es verstehen, wenn Vereine 20 bis 30 Heimspiele haben und Hybridrasen nutzen, um die Stabilität zu erhöhen. Aber bei einer Weltmeisterschaft erwarte ich den bestmöglichen natürlichen Rasen.“ Bereits beim deutschen Testspiel gegen die USA war zu beobachten, dass der Rasen alles andere als einfach zu bespielen ist.

„Leroy Sané war gerade hier am Tisch, hat ‚Hallo‘ gesagt und meinte: ‚Boah, der Rasen ist aber stumpf. Das ist richtig anstrengend‘“, berichtete RTL-Moderator Florian König während der Übertragung. Auch Lothar Matthäus äußerte sich negativ zur Rasenqualität: „Absolut, der Ball ist langsamer, er kommt langsamer an. Er rollt nicht glatt über den Rasen.“

Obwohl Chicago kein WM-Spielort ist, sind die Bedingungen vor Ort ähnlich wie im Rest der USA. Dies hat bereits zu Problemen geführt. Japan musste beispielsweise den Trainingsplatz wechseln, da die Rasenqualität unzureichend war. Auch Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat die Bedingungen kritisiert und befürchtet ein höheres Verletzungsrisiko für die Spieler. Ob sich diese Befürchtungen bewahrheiten werden, bleibt abzuwarten.

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