Robin Hack kehrt zurück: Ein Dilemma für Borussia Mönchengladbachs Trainer
Robin Hack hat sich bei Borussia Mönchengladbach zurückgemeldet, was jedoch Trainer Eugen Polanski vor eine Herausforderung stellt.
Mönchengladbach – Als Eugen Polanski im September zum interimistischen Trainer von Borussia Mönchengladbach ernannt wurde, war der ehemalige Profi alles andere als glücklich. Sein Vorgänger Gerardo Seoane hatte bereits auf Tim Kleindienst und Nathan Ngoumou verzichten müssen, und zusätzlich fielen Robin Hack und Franck Honorat aus.
Inzwischen ist Honorat zurück und hat sich als Geheimwaffe für die Gladbacher herausgestellt, während Polanski bisher auf Hack verzichten musste. Dies änderte sich jedoch während der Länderspielpause, als der Linksaußen beim Testspiel gegen Lierse SK wieder auf dem Platz stand. Das bevorstehende Comeback erfreut alle Beteiligten, wirft jedoch auch Fragen auf.
Die zentrale Frage ist, welche Rolle der 27-Jährige im aktuellen System des Trainers spielen kann. Vor der Länderspielpause spielte Gladbach in einer 3-4-1-2-Formation, in der Haris Tabaković und Franck Honorat in der Spitze agierten, während Florian Neuhaus die zentrale Rolle einnahm. Die klassischen Flügelpositionen wurden von den Flügelverteidigern Lukas Ullrich und Joe Scally besetzt.
Polanski zeigt sich bislang flexibel und lässt sich nicht auf eine bestimmte Formation festlegen. Dennoch scheint das aktuelle System gut zu funktionieren, was bedeutet, dass es nominell keinen Platz für Hack gibt. Allerdings gibt es innerhalb der Mannschaft Beispiele, die Hack Hoffnung geben könnten, dass der Trainer eine Rolle für ihn findet.
So überzeugte Jens Castrop vor seinem Platzverweis gegen den FC Bayern auf der linken Flügelposition, während Philipp Sander zuletzt vom defensiven Mittelfeld in die Dreierkette rückte. Auch Honorat spielt derzeit als zweiter Stürmer. Wenn Polanski das Potenzial eines Spielers erkennt, scheut er sich nicht, in Pflichtspielen zu experimentieren.
„Robin ist stark darin, seine Räume zu finden. Wichtig ist, dass er die Prinzipien versteht und sich dem Matchplan unterordnet - und das macht er“, zitierte der kicker Polanski nach dem Testspiel gegen Lierse. Der Trainer hält an seinen Grundsätzen fest und will sich nicht auf bestimmte Positionen oder Formationen festlegen.
Hack äußerte sich optimistisch über seine Rückkehr und die Aussicht auf regelmäßige Spielpraxis: „Der Fußball verändert sich wöchentlich. Ich werde meine Rolle schon finden.“ Ein Pluspunkt ist seine Torgefahr, zudem hat er durch seine Laufwege und sein Spielverständnis einen erheblichen Einfluss auf die Offensive der Gladbacher. Insofern steht Polanski vor einem Problem, mit dem er gut umgehen kann.