Schalke 04 diskutiert strittige Schiedsrichterentscheidung nach 0:0 in Münster

Schalke 04 diskutiert strittige Schiedsrichterentscheidung nach 0:0 in Münster

Nach einem früh aberkannten Treffer ist der Ärger bei Schalke 04 über eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung groß. Trotz Überzahl und zahlreicher Chancen endete das Spiel gegen Preußen Münster mit einem 0:0.

Münster – Schalke 04 musste sich in Münster mit einem Unentschieden begnügen und diskutiert nun intensiv über eine Szene aus der dritten Minute. Nach einer frühen Ecke landete der Ball im Netz der Preußen, doch Schiedsrichter Florian Lechner pfiff den Treffer wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls von Mika Wallentowitz zurück.

Die Aktion geschah schnell: Finn Porath brachte den Ball scharf vor das Tor, Wallentowitz sprang zusammen mit Keeper Johannes Schenk in die Luft. Schenk fing den Ball zunächst, verlor ihn jedoch wieder, und das Spielgerät rutschte ins Tor. Für Lechner lag jedoch ein Foul vor.

Die Entscheidung sorgte bei den Schalker Profis für Kopfschütteln. Ron Schallenberg, der die Szene aus nächster Nähe beobachtete, bestätigte seinen Eindruck später nach einem Blick auf sein Handy: „Das ist kein Foul“, sagte er deutlich gegenüber der WAZ. Wallentowitz sei einfach hochgesprungen, von einem regelwidrigen Einsatz könne keine Rede sein. Auch Porath äußerte sich klar: „Der Torwart fängt den Ball und lässt ihn fallen. Ich weiß nicht, ob das ein Foul ist.“

Selbst von neutraler Seite erhielt die Schiedsrichterentscheidung Kritik. Sky-Kommentator Hannes Hermann bezeichnete die Entscheidung als „ein bisschen glücklich für Schenk“ und sprach von einer „kniffligen Situation“, in der Wallentowitz nur „bedingt“ ein Foul begangen habe.

Trainer Miron Muslic ließ die Szene zunächst unkommentiert, da er sie noch nicht gesehen hatte, verwies jedoch auf die einhellige Meinung seines Trainerstabs: „Es war ein klares Tor.“ Anschließend stellte er trocken fest: „Der Schiedsrichter hat ein Foul gesehen. Aus, Schluss, vorbei.“

Sportlich half all die Aufregung den Schalkern nicht weiter. Trotz 40-minütiger Überzahl und deutlicher Spielkontrolle gelang es nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen. Die Gastgeber retteten das torlose Remis über die Zeit – auch weil der eingewechselte Keeper Morten Behrens kurz nach seiner Einwechslung stark gegen Kenan Karaman parierte.

Schallenberg wollte den Fokus am Ende dennoch nicht ausschließlich auf die strittige Szene legen. Der verpasste Sieg sei ärgerlich, aber er bilanzierte nüchtern: „Es ist ein gewonnener Punkt.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)

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