Schalke diskutiert strittiges Tor nach 0:0 gegen Münster

Schalke diskutiert strittiges Tor nach 0:0 gegen Münster

Nach dem torlosen Unentschieden gegen Preußen Münster steht der FC Schalke 04 im Mittelpunkt hitziger Diskussionen über ein aberkanntes Tor in der dritten Minute. Ein DFB-Experte hat nun erklärt, warum der Video-Assistent (VAR) in dieser Situation nicht intervenierte.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 war nach dem 0:0 in Münster vor allem mit einer strittigen Szene aus der Anfangsphase unzufrieden. In der dritten Minute landete der Ball im Tor der Münsteraner. Nach einer Ecke von Finn Porath sprang der junge Mika Wallentowitz zusammen mit dem Torwart Johannes Schenk hoch. Obwohl Schenk den Ball zunächst abfangen konnte, ließ er ihn wieder fallen, und der Ball rollte ins Tor. Schiedsrichter Florian Lechner entschied jedoch auf ein Offensivfoul.

Diese Entscheidung stieß bei den Schalkern auf völliges Unverständnis. Ron Schallenberg, der die Szene live miterlebte, schaute sich die Situation später auf seinem Handy an und äußerte gegenüber der WAZ: „Das ist kein Foul.“ Wallentowitz sei lediglich hochgesprungen, so Schallenberg. Auch Porath zeigte sich verwundert über die Entscheidung: „Der Torwart fängt den Ball und lässt ihn fallen. Ich weiß nicht, ob das ein Foul ist.“

Am Tag nach dem Spiel nahm der DFB Stellung zu der Situation. Alex Feuerherdt, Kommunikationsleiter der DFB Schiri GmbH, erklärte gegenüber der WAZ die Entscheidung von Schiedsrichter Lechner: „Er hat abgepfiffen, weil er den Körpereinsatz von Wallentowitz im Zweikampf mit Torhüter Schenk als regelwidrig wahrgenommen hat.“ Warum der VAR nicht eingriff? „Weil die Entscheidung des Schiedsrichters aus seiner Sicht nicht klar und offensichtlich falsch war.“ Daher blieb der ursprüngliche Pfiff bestehen.

Trainer Miron Muslic hatte die Szene nach dem Spiel noch nicht gesehen, erhielt jedoch ein klares Bild von seiner Bank. „Das, was mir alle auf der Bank gesagt haben, war: Es war ein klares Tor“, berichtete er, fügte jedoch nüchtern hinzu: „Der Schiedsrichter hat ein Foul gesehen. Aus, Schluss, vorbei.“

Sportlich konnte Schalke die 40-minütige Überzahl trotz klarer Überlegenheit nicht in Zählbares ummünzen. Statt eines möglichen frühen Führungstreffers blieb es beim torlosen Remis, was für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Unter den Schalke-Fans bleibt die Frage, ob die Königsblauen das Spiel mit einem anerkannten frühen Tor nicht doch für sich entschieden hätten. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit schalketotal.de/)

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