Uli Hoeneß äußert sich zur Unterstützung von Max Eberl
Uli Hoeneß hat sich nach seinem Auftritt in der Sendung Doppelpass erneut zu Wort gemeldet und betont, dass seine Äußerungen über Max Eberl nicht als Kritik, sondern als Unterstützung gedacht waren.
München – Der Ehrenpräsident des FC Bayern hatte den Sportvorstand am Sonntag als „ziemlich empfindlich“ bezeichnet und öffentlich über Vertragsdetails des Chelsea-Leihspielers gesprochen. Diese Aussagen sorgten in den vergangenen Tagen für zahlreiche Diskussionen und wurden von vielen Beobachtern als Angriff auf Eberl interpretiert.
Von einem Zerwürfnis will Hoeneß jedoch nichts wissen. „Ich habe überhaupt keinen Grund, mich mit Max auszusprechen. Ich bin der Meinung, dass das, was ich gesagt habe, absolut in Ordnung ist. Das ist die Wahrheit. Die Wahrheit wird auch so bleiben“, sagte der 73-Jährige am Rande eines Empfangs bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Besonders die Enthüllung, dass eine Kaufpflicht für Jackson nur bei 40 Startelfeinsätzen greifen würde, hatte für Aufsehen gesorgt. Hoeneß rechnete vor, dass diese Zahl angesichts der möglichen Partien in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal ohnehin unrealistisch sei: „Er kann diese 40 Spiele gar nicht machen.“
Nach eigener Darstellung wollte Hoeneß mit seinen Worten die Position von Eberl sogar stärken: „Ich wollte Max damit helfen, weil ihm vorgeworfen wurde, dass er diese Option eingeräumt hat. Alles, was ich gesagt habe, war für ihn sehr hilfreich. Alles, was ich gesagt habe, sollte ihm helfen.“ Gleichzeitig kritisierte Hoeneß, dass Eberl nicht selbst auf die Vorwürfe reagierte: „Scheinbar bin ich der größte Verteidiger von Max. Vielleicht hätte er das auch selbst sagen können. Dann hätte er nicht einige Tage deswegen Prügel einstecken müssen.“
In letzter Zeit wurde über einen möglichen Rücktritt des Sportvorstands spekuliert. Hintergrund waren interne Spannungen sowie die Vorgabe des Aufsichtsrates, nach den kostspieligen Transferwochen keine weiteren Käufe, sondern nur noch Leihen zu tätigen. Diese Gerüchte wurden vom Verein jedoch schnell dementiert.
Eberl selbst hat sich bislang nicht zu den Aussagen von Hoeneß geäußert. Klar ist jedoch: Der Ehrenpräsident bleibt auch in seiner Rolle als Aufsichtsrat ein entscheidender Einflussfaktor an der Säbener Straße und scheut sich nicht, dies öffentlich zu zeigen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)