Sportliche Krise bei Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach befindet sich in einer kritischen sportlichen Lage, was bei den Anhängern der Fohlen zu wachsendem Unverständnis führt.
Gladbach – Seit Jahren erlebt Borussia Mönchengladbach einen dramatischen Rückgang. Der ehemalige Geschäftsführer Roland Virkus und der frühere Trainer Gerardo Seoane konnten das Team nicht in ruhigere Gewässer führen und mussten ihre Ämter niederlegen. Auch der neue Geschäftsführer Rouven Schröder und der aktuelle Trainer Eugen Polanski haben bislang keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt.
Im Spiel gegen Freiburg zeigte Gladbach erneut sein gewohntes Gesicht: Defensiv agierte die Mannschaft oft zu körperlos, und offensiv fehlte die Durchschlagskraft. Selbst nach dem Anschlusstreffer von Haris Tabakovic zum 1:2 konnte die Borussia kein offensives Feuerwerk entfachen. Mit der nächsten Niederlage beträgt der Abstand zu einem direkten Abstiegsplatz nur noch drei Punkte und zu einem Relegationsplatz lediglich zwei Punkte.
In den letzten Wochen hat nur Werder Bremen ähnlich schwache Leistungen gezeigt wie die Gladbacher. Die Geduld der Anhänger neigt sich dem Ende zu; bereits während des Spiels wandten sich einige Fans von der Mannschaft ab. Nach dem Schlusspfiff erhielten die Spieler keinen Support – die Frustration der Fans war deutlich spürbar.
„Unsere Fans sind immer da, sie unterstützen uns bedingungslos. Ich bin mir sicher, dass sie uns auch am Samstag gegen Union unterstützen werden, sowohl zu Hause als auch im nächsten Auswärtsspiel. Als Fan würde ich in Anbetracht der Ergebniskrise ebenfalls ein Zeichen setzen. Es ist verständlich, dass sie das tun“, erklärte Polanski nach dem Spiel. In den vergangenen Jahren hatte der Verein bereits mehrfach den Rückhalt seiner Fans verloren.
Schröder zeigte ebenfalls Verständnis für die Fans und stellte klar: „Wir müssen die Situation selbst in die Hand nehmen und die Fans wieder mitnehmen. Die Anhänger haben ein feines Gespür dafür, und auf das lassen wir garantiert nichts kommen.“ Eine Diskussion über die Zukunft von Trainer Polanski gibt es derzeit nicht.
In den kommenden Wochen müssen die Spieler beweisen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Ab Mitte März stehen entscheidende Spiele gegen drei direkte Abstiegskonkurrenten an. Sollte bis dahin keine positive Entwicklung erkennbar sein, wird es dem Verein schwerfallen, die Unterstützung der Fans zurückzugewinnen – und ein bitterer Abstieg könnte die Folge sein.