Timo Werner: Rückkehr zu RB Leipzig und die Meinung der Fans

Timo Werner: Rückkehr zu RB Leipzig und die Meinung der Fans

Timo Werner spielt derzeit eine untergeordnete Rolle bei RB Leipzig, erfreut sich jedoch trotz seines Karriereknicks großer Beliebtheit bei vielen Fans.

Leipzig – Timo Werner sollte eigentlich nicht mehr in Leipzig sein, doch ein Wechsel zu Schwesterklub New York Red Bulls scheiterte an den Gehaltsvorstellungen. Die Kommunikation bezüglich seiner Perspektiven war klar: Für ihn gibt es momentan keine Aussicht auf einen Stammplatz. Doch die Situation scheint sich zu ändern. Der Stürmer wurde bereits zweimal in den Kader berufen und stand zuletzt in Wolfsburg nach 693 Tagen ohne Bundesligaeinsatz wieder auf dem Platz – wenn auch nur für knapp zwei Minuten. Dabei wurde er von den etwa 2300 mitgereisten Fans mit Sprechchören unterstützt, denn viele von ihnen schätzen den einstigen Topstürmer nach wie vor und erklären in einer Umfrage, warum das so ist.

Von 2016 bis 2020 spielte der Offensivspieler, der aus der Jugend des VfB Stuttgart stammt, für RB Leipzig und wagte nach hervorragenden Leistungen den Schritt nach England zum FC Chelsea. Zwei Jahre und einen Champions-League-Titel später kehrte er an den Cottaweg zurück, doch danach begann ein langsamer Rückschritt. Anfang 2024 trat er eine Leihe zu Tottenham an, wo er motiviert startete, jedoch schließlich aus sportlichen Gründen nicht mehr im Kader stand.

Viele Fans sind der Meinung, dass der Wechsel in die anspruchsvollste Liga Europas zu früh kam. „Das ist ein Fehler, den viele junge Spieler machen. England ist kein einfaches Pflaster“, sagte eine Anhängerin. Ein weiterer Fan fügte hinzu: „Der Wechsel nach England war nicht gut für ihn, er wurde schlecht beraten. Chelsea war eine Nummer zu groß für ihn, danach fiel er in ein Loch.“ Auch die kürzlich in die Premier League gewechselten Xavi Simons (Tottenham) und Benjamin Sesko (Manchester United) erleben die Herausforderungen dieser Liga und benötigen Zeit zur Integration. Nach einem holprigen Start konnte Sesko am sechsten Spieltag bei der 1:3-Niederlage gegen Brentford immerhin seinen ersten Treffer erzielen und stand erstmals über 90 Minuten auf dem Platz. Ein weiteres prominentes Beispiel ist Florian Wirtz, der im Sommer für 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu Liverpool wechselte und aufgrund seiner Leistungen sowohl von Experten als auch von den englischen Fans stark kritisiert wird. Das vernichtende Urteil von Liverpool-Legende Jamie Carragher nach zwei Niederlagen in Folge: „Im Moment denke ich, dass er aus der Mannschaft herausgenommen werden muss, damit Liverpool zu dem zurückkehren kann, was es in der letzten Saison war – um wieder Selbstvertrauen und defensive Stabilität aufzubauen. Denn im Moment ist es ein Chaos.“

Obwohl Werner nach wie vor RB Leipzigs Rekordtorschütze mit 113 Treffern ist, hat er seit seiner Rückkehr nicht mehr an seine alte Form anknüpfen können und spielt derzeit nur eine Nebenrolle. Dennoch sind viele Fans ihm dankbar. „Die Fans lieben Timo einfach. Er hat viel für den Verein geleistet und zu Beginn viele Tore geschossen. Das haben die Fans nicht vergessen“, so eine Anhängerin. Eine andere Stimme betonte: „Die Fans lieben Timo Werner wegen seines Sympathiefaktors. Er ist einfach ein bodenständiger, guter Typ. Vor seinem Wechsel nach England hat er viele Tore erzielt und solche Spieler, die den Verein groß gemacht haben, werden immer geschätzt, ähnlich wie Yussuf Poulsen.“ Andere Fans erinnern sich: „Timo hat uns 2017 zum ersten Mal in die Champions League geschossen und damit Klubgeschichte geschrieben.“ Zudem wird sein sympathisches Auftreten und seine positive Ausstrahlung hervorgehoben.

Dennoch gibt es auch kritische Stimmen. Ein Fan äußerte: „Obwohl seine Schnelligkeit noch vorhanden ist, hat sich seine Körpersprache nicht verändert. Er wirkt oft gelangweilt.“ Ein anderer erklärte: „Ich verstehe den Hype ehrlich gesagt nicht. Er kostet den Verein viel Geld, hatte aber die Chance, nach New York zu wechseln, wo ihm Spielzeit sicher garantiert gewesen wäre. Das verstehe ich nicht. Mit 29 Jahren möchte man doch spielen.“ Ob der ehemalige DFB-Star in dieser Saison noch öfter zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten. Offiziell gilt das Leistungsprinzip, und Cheftrainer Ole Werner betonte kürzlich, dass in den kommenden Monaten jeder Spieler gebraucht werde und bereit sein müsse, seinen Beitrag zu leisten.

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