Trainerfrage bei Borussia Mönchengladbach: Eugen Polanski im Fokus

Trainerfrage bei Borussia Mönchengladbach: Eugen Polanski im Fokus

Wer wird künftig dauerhaft bei Borussia Mönchengladbach auf der Trainerbank sitzen? Julian Schuster, Trainer des SC Freiburg, hat den Fohlen einen wertvollen Tipp gegeben.

Mönchengladbach – Während der Länderspielpause stehen bei Borussia Mönchengladbach einige wichtige Themen zur Diskussion. Der Traditionsverein befindet sich aktuell auf einem Abstiegsplatz, hat seit 13 Bundesligaspielen nicht gewonnen und damit einen neuen Negativrekord aufgestellt. Inmitten dieser Turbulenzen ist der Sportchef zurückgetreten, und Eugen Polanski fungiert vorerst als Trainer.

Dem vorübergehenden Nachfolger von Gerardo Seoane kommt zugute, dass der Nachfolger des ehemaligen Sport-Geschäftsführers Roland Virkus die Trainerfrage klären soll. Daher war es wenig überraschend, dass Polanski nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg ankündigte, auch am 17. Oktober gegen Union Berlin an der Seitenlinie zu stehen.

Dennoch stellte sich am Rande des torlosen Spiels gegen die Breisgauer indirekt die Frage, ob Polanski der geeignete Trainer für Borussia Mönchengladbach ist. Freiburg-Coach Julian Schuster kann sich jedenfalls „sehr gut vorstellen“, dass der Ex-Profi zur Dauerlösung avanciert, wie er nach dem Spiel auf eine entsprechende Frage antwortete.

Schuster und Polanski haben gemeinsam den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert und unterhielten sich noch einige Minuten nach der Pressekonferenz. „Wenn man die Spiele gesehen hat, insbesondere gegen Leverkusen und auch heute, war das sehr stabil. Die Mannschaft hat sich kämpferisch gezeigt, es war sehr unangenehm und geschlossen“, so Schuster, der den SC Freiburg seit 2024 trainiert.

Es zeige „Eugens Qualität, dass die Vorgaben sehr schnell umgesetzt wurden“, urteilte Schuster über den Auftritt von Gladbach am Sonntagabend und fügte hinzu: „Für mich ist es immer schön, als Außenstehender zu sehen, wenn jemand an der Seitenlinie steht, der sich mit dem Verein identifiziert. Das ist auch für die Fans von großer Bedeutung.“

Ob Polanski der passende Cheftrainer ist, könne er selbstverständlich nur aus der Ferne beurteilen, jedoch „wäre das eine gute und smarte Lösung“, schloss Schuster sein Statement ab. Darüber hinaus zeigen Aussagen einzelner Spieler, dass es zwischen ihnen und dem neuen Trainerteam gut harmoniert.

„Eugen kommt sehr gut bei der Mannschaft an. Er hat ein gutes Gespür für die Jungs und stand vor nicht allzu langer Zeit noch selbst auf dem Platz, was natürlich verbindet“, sagte Philipp Sander, der gegen Freiburg seine Rückkehr in die Startelf feierte. Polanski habe „einen soliden Plan“ für das Spiel gegen den SC Freiburg entwickelt.

Dennoch ist Polanski derzeit mehr das Gesprächsthema als die dauerhafte Lösung. Der 39-Jährige möchte sich nicht mit diesem Titel schmücken; sein Fokus liegt auf der Arbeit mit den Spielern – unabhängig davon, wie lange er sie noch betreuen kann. Die Möglichkeit, zur Dauerlösung aufzusteigen, möchte er jedoch keinesfalls ungenutzt lassen. Das steht bereits fest.

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