Uli Hoeneß lehnt Angebot für WM 2026 ab

Uli Hoeneß lehnt Angebot für WM 2026 ab

Die WM 2026 in Nordamerika steht vor der Tür, doch Uli Hoeneß, der 74-jährige Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat ein verlockendes Angebot abgelehnt. Ein Bekannter bot ihm an, während des Turniers kostenlos in seinem Haus in Florida zu wohnen, das nur fünf Minuten von Mar-a-Lago, dem Anwesen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, entfernt ist. Hoeneß zeigte sich jedoch wenig interessiert.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte er: „Ich hatte überhaupt keine Lust, zu dieser WM zu reisen. Und selbst wenn ich Lust gehabt hätte, wäre sie mir vergangen, als man mir die bevorzugte Lage des Hauses nannte.“ Hoeneß hat die Weltmeisterschaft bereits als ein potenzielles Fiasko für den Fußball abgetan, mit einem besonderen Fokus auf die hohen Ticketpreise, die ihm sauer aufstoßen.

„Zweitausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden? Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form. Ich möchte das durch den Kauf von Eintrittskarten nicht auch noch unterstützen“, so Hoeneß. Die FIFA hat es versäumt, feste Ticketpreise auf dem Zweitmarkt festzulegen, was dazu führt, dass selbst Tickets für bis zu zwei Millionen Euro angeboten werden.

Zusätzlich setzt der Verband auf ein dynamisches Preismodell, das sich nach der Nachfrage richtet. Hoeneß verglich die hohen Preise mit dem Super Bowl, wo eine Loge beim NFL-Finale 1,5 Millionen Dollar für einen Tag kostet. Genau solch eine Entwicklung will er im Fußball verhindern. Währenddessen versucht Trump, die hohen WM-Preise herunterzuspielen.

Bereits vor dem Turnierstart warnte Hoeneß, dass ein WM-Finale nicht zum Super Bowl werden dürfe. Beim FC Bayern setzt er auf erschwingliche Jahreskarten und betont: „Auch ihnen oder gerade ihnen gehört der Fußball.“ Er ist der Meinung, dass kein Fan zwischen Stadionbesuch und Urlaub wählen sollte. Während Millionen von Menschen die Spiele verfolgen, sei er jedoch nicht einer von ihnen. Für Hoeneß war die Distanz von fünf Minuten zu Mar-a-Lago einfach zu kurz.

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