Uli Hoeneß über die Zukunft der Führungsebene beim FC Bayern

Uli Hoeneß über die Zukunft der Führungsebene beim FC Bayern

Wie sieht die Zukunft der Führungsebene des FC Bayern aus? Klub-Patron Uli Hoeneß zieht für diese Frage einen Vergleich mit seiner Wurstfabrik heran.

München – Uli Hoeneß ist beim FC Bayern eine der prägendsten Figuren der vergangenen Jahrzehnte. Unter seiner Aufsicht als Manager, Präsident und Aufsichtsratschef erlebte der deutsche Rekordmeister zahlreiche Erfolge im europäischen Fußball. 2019 trat Hoeneß als Präsident zurück und ist seither offiziell nur noch als einfaches Aufsichtsratsmitglied aktiv.

Trotz seines Rückzugs bleibt der 74-jährige Ehrenpräsident eine der einflussreichsten Persönlichkeiten beim FC Bayern, ähnlich wie Karl-Heinz Rummenigge, der seit 2023 ebenfalls im Aufsichtsrat ist. In einem Interview mit der Bild sprach Hoeneß über seine Rolle im Klub und seine Vorstellungen zur zukünftigen Führung.

Auf die Frage, wann und wie Rummenigge und er die Verantwortung weitergeben wollen, antwortete Hoeneß: „Es geht nicht darum, dass alles läuft, sondern dass wir das Gefühl haben, dass die personelle Zukunft so geregelt ist, dass man sich die nächsten fünf bis zehn Jahre oben auf die Tribüne setzen kann, ohne sich große Sorgen machen zu müssen.“

In einem überraschenden Vergleich erwähnte Hoeneß, dass ein solches Szenario bereits in einem seiner anderen Geschäftsbereiche eingetreten sei. „In unserer Wurstfabrik, in der meine Frau und ich vor zwölf Jahren die Führung an unsere Kinder übergeben haben, ist das perfekt gelungen.“ Dennoch gab es auch Herausforderungen, wie Hoeneß beim FC Bayern erlebte: „Ich schätze Oliver Kahn als Mensch sehr, aber es hat eben nicht gepasst.“

Aktuell sieht Hoeneß den FC Bayern noch nicht an dem Punkt, an dem er sich entspannt zurückziehen kann. „Im Verwaltungsbeirat haben wir uns gerade neu aufgestellt, und es gab auch einen Wechsel im Aufsichtsrat“, sagte Hoeneß und brachte die Möglichkeit eines neuen CEO für die Zukunft ins Spiel.

Jan-Christian Dreesen mache seine Sache zwar „hervorragend“, doch Hoeneß betont, dass idealerweise auch wieder jemand als CEO fungieren sollte, der auf hohem Niveau selbst gespielt hat und bereit ist, alles in die Aufgabe zu investieren, den Verein zu führen. Ob ein Spieler, der in seiner Karriere bereits viele Millionen verdient hat, dazu bereit ist, sei „die große Frage“, so Hoeneß. Zuletzt sprach er sich bereits für eine Position von Thomas Müller beim FC Bayern aus.

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