Kritik an Florian Wirtz: Ex-Weltmeister äußert Bedenken
Florian Wirtz hat in der Premier League weiterhin Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Nun äußert sich auch ein ehemaliger Weltmeister kritisch über den Nationalspieler.
In Liverpool hat Wirtz einen herausfordernden Stand. Emmanuel Petit, ein ehemaliger Weltmeister und Star von Arsenal und Chelsea, äußerte sich in einem Interview mit dem Wettanbieter Boyle Sports zu Wirtz' Situation. „Florian Wirtz kommt in eine neue Kultur und Umgebung, die mit erheblichem Druck verbunden ist. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass er die Ablösesumme wert ist“, so Petit, während er gleichzeitig Respekt für Wirtz als Spieler zollte.
Petit macht dem jungen Spielmacher jedoch keinen Vorwurf: „Er kommt mit diesem hohen Preis nach Liverpool und muss vom ersten Spiel an Leistung zeigen. Können Sie sich den Druck vorstellen? So ist es nun mal, er muss sich beweisen und die Erwartungen erfüllen.“ Liverpool investierte im Sommer bis zu 140 Millionen Euro in Wirtz, doch der talentierte Spieler konnte diesen hohen Betrag bisher nicht rechtfertigen. Nach sieben Einsätzen in der Premier League wartet er noch auf seine erste Torbeteiligung, was bereits zu Kritik in der ungeduldigen britischen Fußball-Medienlandschaft führte.
Petit ist nicht der erste ehemalige Top-Spieler, der sich zu Wirtz' Situation äußert. Liverpool-Legende Jamie Carragher forderte kürzlich, dass Wirtz auf die Bank gesetzt werden sollte. Auch Wayne Rooney zeigt sich skeptisch und äußerte: „Ich sehe nicht, dass er in das System passt“, was auf seine Zweifel an einer baldigen Verbesserung hinweist.
Wirtz erhielt jedoch Rückendeckung von einem ehemaligen Teamkollegen aus der DFB-Elf. „Ich habe mit vielen großartigen Fußballern gespielt, die am Ende der Saison vielleicht nur zwei bis fünf Tore erzielt haben, aber über die gesamte Saison hinweg für die Mannschaft von großer Bedeutung waren“, erklärte der 33-Jährige, der mittlerweile für Galatasaray spielt. „Als wir gegen Liverpool gespielt haben, war Flo deren bester Spieler. Ich sehe die Situation nicht so negativ, wie sie dargestellt wird.“