Oliver Kahn äußert sich ironisch zur FIFA-Debatte um Folarin Balogun

Oliver Kahn äußert sich ironisch zur FIFA-Debatte um Folarin Balogun

München – Oliver Kahn hat sich mit einer ironischen Botschaft in die Debatte um die aufgehobene Rot-Sperre des US-Nationalspielers Folarin Balogun eingeschaltet. Der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft reagierte auf Instagram auf den Wirbel um die Entscheidung der FIFA und griff dabei ein besonders schmerzhaftes Kapitel der deutschen Fußballgeschichte auf.

„Wenn wir anfangen, Fußballgeschichte nachträglich umzuschreiben, hätte ich da noch einen kleinen Vorschlag…“, schrieb Kahn. Er spielte dabei auf das WM-Halbfinale 2002 gegen Südkorea an, in dem Michael Ballack eine Gelbe Karte erhielt und dadurch für das anschließende Endspiel gegen Brasilien gesperrt war.

Kahn forderte scherzhaft, die FIFA solle Ballacks Verwarnung nachträglich aufheben. Er fügte hinzu: „Und wenn wir schon dabei sind, könnten wir das Finale gegen Brasilien gleich noch einmal spielen.“ Mit diesem Beitrag machte er deutlich, wie kritisch er die Handhabung der Balogun-Entscheidung bewertet.

Hintergrund ist die Aufhebung der automatischen Sperre gegen den US-Angreifer. Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina die Rote Karte gesehen, durfte jedoch nach einer Entscheidung der FIFA im Achtelfinale gegen Belgien spielen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor FIFA-Präsident Gianni Infantino telefonisch kontaktiert und um eine Überprüfung der Szene gebeten.

Der Fall sorgt weltweit für Diskussionen. Neben dem belgischen Fußballverband kritisierten auch Jürgen Klopp, Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich und zahlreiche weitere Stimmen das Vorgehen des Weltverbands. Besonders die fehlende Transparenz und der mögliche politische Einfluss auf die Entscheidung stehen dabei im Vordergrund.

Mit seinem ironischen Instagram-Beitrag reiht sich nun auch Oliver Kahn in die Liste prominenter Kritiker ein. Obwohl er keine direkte Forderung erhebt, macht sein Vergleich mit Ballacks Final-Sperre deutlich, wie problematisch er den Präzedenzfall rund um Balogun und die FIFA empfindet.

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