Schiedsrichterleistung sorgt für Diskussionen nach Nordderby zwischen Werder Bremen und HSV

Schiedsrichterleistung sorgt für Diskussionen nach Nordderby zwischen Werder Bremen und HSV

Nach dem Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV, das mit 3:1 endete, sorgt die Schiedsrichterleistung für reichlich Gesprächsstoff. Florian Exner, der Schiedsrichter der Partie, hatte alle Hände voll zu tun und zeigte insgesamt sieben Gelbe und fünf Rote Karten, wobei die Rote Karte für den HSV-Spieler Bakery Jatta nachträglich zurückgenommen wurde.

Besonders nach dem dritten Treffer der Bremer durch Cameron Puertas kam es zu einer Rudelbildung, in deren Folge auch drei Rote Karten für Werders Co-Trainer Jan Hoepner sowie die HSV-Mitarbeiter Loic Favé und Tim Roussis verteilt wurden. HSV-Coach Merlin Polzin äußerte sich dazu: „Zum Derby gehören viele Emotionen, aber es gefiel mir und den Jungs nicht, dass der Jubel in Richtung Gästeblock ging.“ Er fügte hinzu, dass es vielleicht keine böse Absicht seitens der Bremer war, aber die Emotionen in diesem Moment überkochten.

Werder-Trainer Daniel Thioune erklärte, dass der Jubel vor dem Gästeblock möglicherweise darauf zurückzuführen sei, dass ein Spieler, der normalerweise nicht trifft, endlich sein erstes Tor erzielt hat. „Der Weg zurück führt an der Gästebank vorbei, und da passieren solche Dinge. Wichtig ist, dass wir beide ruhig geblieben sind“, so Thioune.

Ein weiterer Streitpunkt war die Rote Karte für Philip Otele, der nur 13 Minuten nach seiner Einwechslung bei einem Zweikampf das Schienbein von Cameron Puertas traf. Diese Entscheidung wurde nach einem Hinweis des VAR getroffen. Der HSV hat somit in dieser Saison bereits acht Rote Karten erhalten, mehr als Siege in der Liga. Nicolai Remberg von Hamburg kritisierte die wiederholten Platzverweise: „Acht Platzverweise sind inakzeptabel. Immer in Unterzahl zu spielen kostet Energie.“

TV-Experte und ehemaliger Spieler Martin Harnik hätte es bevorzugt, wenn das Spiel nach der Szene mit Otele ohne Platzverweis fortgesetzt worden wäre. Exner verteidigte jedoch seine Entscheidung: „Ich verstehe, wenn man sagt, dass es nicht die klarste Rote Karte ist, aber wir müssen die Spieler schützen.“ Polzin betonte, dass seine Mannschaft nicht unfair spiele und hoffte, dass bei Otele nichts Schlimmes passiert sei.

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